Frauen-Wohnprojekt: Jetzt ist die Politik gefragt

08. März 2017

Schöneberger Linse

Ein Konzept für das Frauen-Wohnprojekt auf der Schöneberger Linse ist vorhanden - nun ist die Politik gefragt.
  • Architekturkonzept für generationenübergreifendes und inklusives Wohnen eingereicht

Berlin, 01.03.2017 (JB) – Mit seinem Entwurf für die Bebauung der Schöneberger Linse ist das Wohnprojekt RuT-FrauenKultur&Wohnen in die zweite Runde des Konzeptverfahrens gestartet. Dabei geht es um die Ausschreibung der Parzelle südlich des Tempelhofer Wegs in Berlin-Schöneberg, die von der Berliner Immobilienmanagement GmbH an einen sozialen Träger vergeben wird.

„Mit unserem Vorhaben, Mietwohnungen von und für Frauen zu bauen, haben wir ein zukunftsfähiges Konzept für generationenübergreifendes und inklusives Wohnen vorgelegt“, sagt Jutta Brambach, Geschäftsführerin der RuT-Rad und Tat Berlin gGmbH.

Starke Frauen, einzigartiges Konzept

Ein engagiertes Team aus dem gemeinnützigen Beratungs- und Kulturzentrum RuT-Rad und Tat plant bereits seit einigen Jahren ein inklusives Frauen-/ Lesbenwohnprojekt plus Kulturzentrum in Berlin. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hat bereits vor einiger Zeit seine Unterstützung zugesagt und damit die Bedeutung eines solchen Projektes für die Hauptstadt bestätigt. Doch bisher fehlt ein geeignetes Grundstück, um die Ideen der Frauen umzusetzen. Die Parzelle auf der Schöneberger Linse wäre ideal.

„Wir planen 80 barrierefreie Wohnungen inklusive zweier Pflege-WGs“, erläutert Jutta Brambach. Damit wäre gewährleistet, dass Mieterinnen auch im Pflegefall in der vertrauten Umgebung bleiben können. Neben einem Bereich für Gesundheitsprävention – also Arztpraxis, Physiotherapie etc. – soll ein Kultur- und Veranstaltungsraum Begegnung und Kommunikation ermöglichen. Ein Kiez-Café, sechs Gästewohnungen (davon zwei für Lesben aus Kriegsgebieten) sowie Gemeinschaftsräume runden das Konzept ab.

Unterstützen und mitmachen

„RuT-FrauenKultur&Wohnen hat ein einzigartiges Konzept für ein lebendiges Wohnen eingereicht, das das Quartier nachhaltig positiv verändern wird“, meint auch Klaus D. Krebs von der Unternehmensgruppe Krebs GmbH & Co. KG, der das Projekt als Generalplaner unterstützt. Für die Finanzierung sind unter anderem die Investitionsbank Berlin IBB sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW mit im Boot. Daneben sind aber auch Schenkungen, private Darlehen und Spenden gefragt, um die Mietpreise so sozial wie möglich zu gestalten.

Unter www.frauenliebendeFrauen.de kann jeder direkt spenden oder für verschiedene Aufgaben seine Hilfe anbieten. Wer sich zuvor über das Wohnprojekt informieren möchte, ist herzlich zur nächsten Informationsveranstaltung eingeladen:

am Freitag, 10. März 2017, um 18 Uhr im RuT
Schillerpromenade 1, 12049 Berlin. 

(Bild: Copyright: RuT-FrauenKultur&Wohnen, Montage: ForRealArts)

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