„Ein Kind gehört zur Mutter – außer, die Mutter ist lesbisch.“

11. April 2018

Dachverband Lesben und Alter e.V. macht Lesbengeschichte sichtbar

Berlin, 11. April 2018 – Um erlittenes Unrecht sichtbar zu machen, führt der Dachverband Lesben und Alter e.V. einen Workshop durch, der sich mit dem Sorgerechtsentzug für lesbische Mütter befasst. „Noch in den 1990ern verloren Mütter das Sorgerecht für ihre Kinder, wenn den Gerichten bekannt war, dass die Mütter lesbisch lebten“, erläutert Vorstandsfrau Dr. Kirsten Plötz den Hintergrund der Veranstaltung.

Repressionen sichtbar machen

Nicht wenige Frauen mussten mit der Drohung des Kindesentzugs leben. Aus Furcht verheimlichten sie ihre Partnerin und einen elementaren Teil ihrer Persönlichkeit. Die Forschung über die repressiven Auswirkungen auf das Leben frauenliebender Frauen hat gerade erst begonnen. Um diesen Teil der Nachkriegs- und Lesbengeschichte sichtbar zu machen, veranstaltet der Dachverband Lesben und Alter e.V. vom 13. bis 15. Juli 2018 den Workshop im geschützten Raum. Angesprochen sind lesbische Mütter und / oder deren Partnerinnen, die den Sorgerechtsentzug oder dessen Androhung erleben mussten. „Jede Erinnerung daran hilft uns weiter. Wir wissen noch so wenig“, so Dr. Plötz.

Der Workshop findet unter der Leitung von Dr. Kirsten Plötz und Vera Ruhrus vom 13. bis 15. Juli 2018 im Frauenbildungshaus Zülpich statt. Die Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung werden zum Teil übernommen. 

Kontakt und Anmeldung bitte bis zum 22. Juni 2018: .

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