Dokumentation der 6. Fachtagung „Lesben und Alter“ erschienen

Wovon lesbische Frauen träumen: Unabhängigkeit und Sicherheit im Alter

An der zweitägigen Veranstaltung des Dachverbands Lesben und Alter hatten im vergangenen Herbst rund 80 Fachfrauen und Netzwerkerinnen aus allen Teilen Deutschlands teilgenommen. Ihr Fazit: Es wird höchste Zeit, den mindestens 530.000 gleichgeschlechtlich orientierten Frauen in der dritten und vierten Altersphase Gehör in der gesellschaftlichen Altersdebatte zu verschaffen.

Mit allen Referaten und Zusammenfassungen aus den Workshops zeigt die reich bebilderte Dokumentation die zahlreichen Facetten, die soziale Vorsorge für das Alter lesbischer Frauen umfasst:

  • vom Gender Gap in der Rente und
  • Forderungen nach ausreichender Grundsicherung sowie Abschaffung des Ehegattensplittings über
  • gemeinschaftliche Wohnprojekte und altersgerechte Quartiersentwicklung bis zur
  • Zusammenarbeit von Kommune, Community und Freien Trägern.

Dabei kommen mit der promovierten Historikerin Kirsten Plötz, Ulrike Janz vom Dachverband der Beginen, der emeritierten Professorin für (feministische) Raumplanung Ruth Becker, Carolina Brauckmann von der NRW-weiten Fachberatung für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Seniorenarbeit und Anne Simon, Vorstand von WupperPride e. V., ausgewiesene Expertinnen zu Wort. Mit einem Beitrag von Corinne Rufli wird auch die Liebe gewürdigt. Die Autorin eines Buchs mit Porträts von frauenliebenden Frauen über siebzig hat für die Dokumentation einen Auszug zur Verfügung gestellt. Darin wird deutlich, wie schwierig es für die ältere Frauengeneration war, ein eigenständiges lesbisches Leben zu führen.

Die 60-seitige Dokumentation „Wovon lesbische Frauen träumen. Soziale Vorsorge im Alter“ kann ab sofort kostenfrei beim Dachverband Lesben und Alter bestellt werden (kontakt@lesbenundalter.de).