Dachverband Lesben und Alter nimmt die Rente ins Visier

Ungerechtigkeit bei der Alterssicherung muss beseitigt werden

Am 16.10.2016 fand das 6. Bundestreffen des Dachverband Lesben und Alter in Berlin statt.

Ungerechtigkeit bei der Entlohnung sowie Ungerechtigkeit bei der Rente haben dazu geführt, dass die Altersarmut ein weibliches Gesicht hat. Deshalb wird die materielle Lebenslage lesbischer Rentnerinnen 2017 in der Arbeit des Dachverbands Lesben und Alter im Fokus stehen. Darüber waren sich die Teilnehmerinnen des 6. Bundestreffens in Berlin einig. 

Denn das seit 1957 bestehende Rentensystem benachteiligt nicht verheiratete Frauen enorm: So hatten 2010 drei Viertel aller Rentnerinnen weniger als 750 Euro Altersrente, aber drei Viertel aller männlichen Rentner mehr als 750 Euro Altersrente. Um ein gerechteres Rentenniveau zu erreichen, sind verschiedene Wege denkbar, etwa die Mindestrente oder die Bürgerversicherung. „Von einer entsprechenden Kampagne würden also vor allem lesbische Frauen profitieren“, resümiert Carolina Brauckmann, Sprecherin des Dachverbands Lesben und Alter.

In den nächsten Wochen wird der Verband eigene Positionen zur Alterssicherung und Rentengerechtigkeit erarbeiten, um sie in die zu erwartende Rentendebatte rund um die Bundestagswahl 2017 einzubringen.

Den Artikel vorlesen